2000 beim Bildung sstreik in Essen

In über 70 Städten protestierten Schüler_innen, Auszubildende und
Studierende erneut gegen Missstände im deutschen Bildungssystems.
In Essen trugen über 2000 Menschen den Protest auf die Straße.

Im Rahmen der bundesweiten Bildungsstreik-Aktionswoche 2010 fand auch in
Essen am 09. Juni
eine Demonstration von Schüler_innen, Studierenden und Auszubildenden
statt. Etwa 2000
Schüler_innen versammelten sich, trotz des schlechten Wetters, um 9 Uhr
am Willy-Brandt-Platz.
Zuvor trafen sich mehrere Schulen aus Essen-Süd, Rüttenscheid und
Holsterhausen zu einer
Spontandemo am Rüttenscheider Stern, um gemeinsam zum Startpunkt der
Demonstration zu
laufen. Danach ging es lautstark und kraftvoll durch die Essener
Innenstadt. Am Viehofer Platz
schlossen sich die Studierenden dem Demonstrationszug an. Mit lauten
Rufen und Sprechchören
wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut!“
sorgten die Demonstrierenden
gemeinsam für eine stimmungsvolle Protest-Atmosphäre. Die Demonstration
verlief friedlich und
endete nach einer Zwischenkundgebung am Rathaus-Vorplatz wieder am
Willy-Brandt-Platz. Auf
der Zwischenkundgebung wurden unter anderem die staatlichen
Repressionen, die letztes Jahr zum
so genannten „Essener Kinderkessel“ führten, scharf kritisiert. Zudem
hielten Vertreter_innen des
Essener Schüler_innen Bündnis, der Bezirksschüler_innen Vertretung sowie
der IG Bau weitere
Redebeiträge.
Wie im letzten Jahr richtete sich der Protest gegen die vielseitigen
Missstände im deutschen
Bildungssystem – verkürzte Schulzeiten, zu große Klassen, den Erhalt des
zweiten
Berufsschultages, Studiengebühren sowie die modularisierten
Bachelor/Master-Studiengänge
gehören zu den zentralen Inhalten des Protests.